Snövit’s Reise











{September 24, 2007}   Das längst überfällige Update

Die Tage und Wochen vergehen hier wie im Flug ohne dass irgendwas vorwärts geht. Das würde einem normalen Menschen vielleicht zu denken geben, ich halte mich da gekonnt zurück.

Ich wohne nun seit 1 Monat, 10 Tagen und 12 Stunden in Göteborg und habe mich mal wieder blendend eingelebt.
Die Zimmer im Studentenheim sind wunderwunderschön, die Gegend ist nicht gerade die beste, aber nicht zu weit vom Zentrum der Stadt entfernt.

Als ich in der ersten Woche ankam war das Haus nicht nur leer, sondern mein Zimmer auch noch im falschen Stock. Man möchte meinen meine Glückszahl 11 hätte dementsprechendes gebracht, war aber nicht so. Nummer 11 liegt nämlich im Erdgeschoss, mit Ausblick auf Parkplatz und Einblick in das Zimmer. Das ließ ich natürlich nicht mit mir machen und rief sofort beim „student housing” an, um meine Rechte einzuklagen.
§25 (c) des NGBs (Ninschen Gesetzbuches) besagt nämlich:

„(…) Nina hat das Recht jederzeit nackt in ihrer Wohnung rum zu laufen, ohne dabei beobachtet zu werden.”

Das Volk entschuldigte sich vielmals und stellte mir sofort das schönste Zimmer im Haus zur Verfügung. Nr. 312, 4. und damit oberster Stock. Ich nahm alles was nicht niet und nagelfest war mit und begab mich mit dem langsamsten Lift der Welt in mein neues Zuhause.
Somit kam ich nicht nur an einen besseren Ausblick sondern auch noch an den besten Flur. Susanne, Markus, Julian und Danny wurden sofort zu meinen neuen Freunden ernannt, ob sie wollten oder nicht.
Katharina, die im Nebenhaus wohnt und Hanna, zu der wir höchstens mal aus Höflichkeit fahren würden, bilden mit Susanne und mir das neue Viermäderlhaus. Gemeinsam gehen wir durch dick und dünn. Naja, zur Zeit mehr durch dick, aber das wird ab nächster Woche durchs Fysiken und den dort angebotenen Sportkursen geändert.
Wenn wir nicht gerade auf der Uni Löcher in die Luft starren, unterhalten wir uns beim wöchentlichen Essmarathon über Themen wie „Kann man unterbewusst schwanger werden?” oder „Ich bin seit Jahren Steinschwanger, kann ich jetzt zu Operah?”.

Spannender kann das Leben wohl kaum noch werden und mit diesem Gedanken wende ich mich dem Computer ab und dem Bette zu.

Ich wünsche eine angenehme gute Nacht!



{September 12, 2007}   Nina zum Festpreis auf eBay Express kaufen

Seit neuestem kann man auf StudiVZ nicht nur Namen innerhalb des deutschsprachigen Facebookverschnitts suchen, sondern auch im Web. Wie jeder normale Mensch habe natürlich auch ich als erstes nach der wichtigsten Person gesucht, nämlich mir.

Gibt man nun Nina Ledersberger in der Websuche ein, bekommt man oben angeführte Überschrift als Resultat. Folgt man diesem viel versprechenden Link jedoch, stellt man nicht nur fest dass es 645 Übereinstimmungen gibt, sondern auch, dass Nina ein Name für Depressive, geistig Kranke und Menschen ohne Lebensziel ist.

Das bestätigt mir auch die Seite www.stupidedia.org, die sich die Enzyklopädie ohne Sinn nennt. Sucht man dort „Namen” so erhält man unter anderem folgenden Satz: „Kinder mit Namen wie Jaqueline, Nina und Sophie enden meist hoffnungslos auf dem Straßenstrich”(vgl. Stupidedia, die Enzyklopädie ohne Sinn, http://www.stupidedia.org/stupi/Name, zuletzt abgerufen am 12. September 2007)

– ich wusste doch dass sich „Einführung in das politikwissenschaftliche Arbeiten”, „Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten 1″ und „Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten 2″ irgendwann bezahlt machen. Man stelle sich vor ich hätte nicht 6 Semesterstunden darin belegt, ich wüsste bis heute nicht wie man eine Internetseite zitiert!-

Zurück zu eBay. Hat man sich nun dazu entschieden eine Nina zu kaufen, wird man zutiefst enttäuscht. Man bekommt nämlich keinen Einblick in den Straßenstrich, sondern Bücher und Musik vorgesetzt. Naja, einen kleinen erotischen Lichtblick gibt es schon. Unter Mode und Accessoires findet man Slips, Strings und Hotpants von „Nina von C”. Unfassbar dass mir jemand meinen Künstlernamen geklaut hat. Aber die wird noch schauen, wenn ich meine Straßenstrichkollektion unter dem Namen „Nina von D” herausbringe.

Unter Unterhaltung und Büchern wird es dann nicht mehr allzu unterhaltend. Hier kommt das Wahre Ich einer jeden Nina hervor. Der Titel des ersten Buches lautet „Von der Straße auf die Couch”, gefolgt von „Die Kunst, sich selbst zu lieben” (denn wer will schon eine sich prostituierende Couchpotatoe?), „Der blanke Horror”, „Die Kunst des Hungerns” und schlussendlich „Living with Hepatitis C for Dummies”.

Noch irgendwer Interesse daran eine Nina zum Festpreis auf eBay Express zu kaufen? Nein?

Schade. Seit heute gibt es dort nämlich 646 Artikel.



{September 8, 2007}   Schneewittchen

„Es war einmal mitten im Winter, und die Schneeflocken fielen wie Federn vom Himmel herab, da saß eine Königin an einem Fenster, das einen Rahmen von schwarzem Ebenholz hatte, und nähte. Und wie sie so nähte und nach dem Schnee aufblickte, stach sie sich mit der Nadel in den Finger, und es fielen drei Tropfen Blut in den Schnee. Und weil das Rote im weißen Schnee so schön aussah, dachte sie bei sich: Hätt ich ein Kind so weiß wie Schnee, so rot wie Blut und so schwarz wie das Holz and den Rahmen. Bald darauf bekam sie ein Töchterlein, das war so weiß wie Schnee, so rot wie Blut und so schwarzhaarig wie Ebenholz, und ward darum „Sneewittchen” (Schneeweißchen) genannt.”(vgl. Sneewittchen in: „Die Märchen der Brüder Grimm”, Goldmann Verlag, Berlin, o.J., S.189)

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Schneewittchen hatte ein wunderbares Leben bis ihr Vermieter eines Tages einen Anwalt rief und sprach: „Treib das Kind in den Wahnsinn, ich will’s nicht mehr vor meinen Augen sehen. Du sollst es mit Briefen überhäufen und grundlos werde ich es anschreien. Du sollst es für immer aus meiner Wohnung vertreiben und mir seine Nerven als Wahrzeichen mitbringen.” Der Anwalt gehorchte, trieb das Kind in den Wahnsinn, und als er gerade die Nerven durchsägen wollte, fing es an zu weinen und sprach: „Ach, lieber Anwalt, lass mir meine Nerven; ich will in die Stadt laufen und nimmermehr wieder heimkommen.” Und weil es so schön war -und außerdem einen viel besseren Anwalt hatte- hatte er Mitleid und sprach: „So lauf hin, du armes Kind.” Und als gerade der Vater des Kindes und dessen Freundin dahergesprungen kamen, brachte er einfach ihre Nerven als Wahrzeichen dem Vermieter mit. (Diese zogen daraufhin auch in die Stadt)

Nun war das arme Kind in der großen Stadt mutterseelig allein, und ward ihm so angst, dass es alle Fenster an den Häusern ansah und nicht wusste, wie es sich helfen sollte. Da traf es auf zwei gute Geister, mit Namen Phuka und Doane Shi. Sie wurden sofort Freunde und fanden kurz darauf noch 10 andere ihrer Sorte.

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Nach vielen gemeinsamen Abenteuern, Höhen und Tiefen, Freudentränen und einfach nur Tränen, mussten die guten Geister Schneewittchen verlassen. Doane Shi und die Meerelfe flogen zurück nach Schottland, Phuka, Banshi und Cluricaun begaben sich auf ihre Reise nach Irland, Br’er Rabbit wanderte für einige Zeit nach Spanien aus und die Zwerge verschwanden im regnerischen England. Als das Schneewittchen nun so ganz allein hinter den sieben Bergen war, packte es seine Koffer und begab sich in den hohen Norden um dort seine Familie, mütterlicherseits, zu besuchen. Vater Grimm war darüber nicht besonders erfreut, wünschte ihm aber dennoch eine gute Reise und schickte es mit gebrochenem Herzen in sein großes Abenteuer. Etwas schwer war es auch dem Schneewittchen ums Herzen, aber es freute sich auf ein Wiedersehen mit der Familie Lindgren.

Und wenn Ihr wissen wollt, wie es ihm ergeht, dann schleicht auf Zehenspitzen in den Nebenraum, da findet gerade eine Märchenstunde statt. Vielleicht wird euch ja etwas von Snövits Reise erzählt.



{September 8, 2007}   Gästebuch alias Notizbuch

Für alle, die seit ich sie verlassen habe, nicht nur mich sondern auch mein Klobuch vermissen. Und für die, die zwar hier in Göteborg sind und somit auch die Möglichkeit hätten in meinen treuen roten Begleiter zu schreiben, sich aber aus mir unerfindlichen Gründen noch nicht dazu aufgerafft haben.

Und natürlich für die, die gar nicht wissen wer oder was mein Klobuch ist, aber auf der Suche nach einem Gästebuch sind.

Viel Spaß!

=> Und los gehts!



{September 1, 2007}   Intro

Hallo und yay, sie hat es geschafft!!

Nach langem Überlegen hab ich mich nun doch dazu entschlossen der Öffentlichkeit einen kleinen Einblick hinter die Kulissen meines über aus spannenden und spektakulären Lebens zu geben.

Ich werde versuchen so oft und so kurz wie möglich zu erzählen, was bei mir passiert, damit auch die die sich weiterhin weigern Skype zu installieren oder ganz plötzlich offline sind, wenn ich online gehe, auf dem Laufenden gehalten werden.

Da ich mich bisher mit Erfolg gegen den Kauf einer Digitalkamera gewehrt habe, ist es mir zur Zeit nicht möglich Fotos auf diesen Blog zu stellen. Das ändert sich aber hoffentlich bald. Sprich entweder muss ein Scanner her oder ich klaue einfach alle Bilder von den Blöggen (Oder Blogs? Blogger? Blögger? Blogge?) meiner Studienkollegen und innen. Oder halt doch eine Digitalkamera. So oder so wird es bald Anschaumaterial geben, für diejenigen die das letzte Mal ein Schriftstück in der Hand hatten als sie „Warten auf Godot” für den Deutschunterricht lesen mussten. – Oder viel wahrscheinlicher, die Zusammenfassung für die Schularbeit –

Ob dieser Blog nur in deutsch oder auch in englisch geführt wird, hängt wie in jedem großen Betrieb nicht von den Wünschen der BesucherInnen, sondern von der Anzahl der Beschwerden ab. Sollten mich also nicht genügend eben dieser erreichen bleibt die Seite wie sie ist.

Ich wünsche euch auf jeden Fall viel Spaß beim Lesen!



et cetera